Ciuta-Schaf

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Erhaltung der Ciuta Schafe – kleinstes Schaf im Alpenraum!

Das Ciuta-Schaf (ausgesprochen "Tschiuta") blieb in einem kleinen Seitental des Veltlins erhalten, wo es fast ganzjährig frei in Wald und auf Alpweiden lebt. Der Lebensraum ist sehr hart und besteht aus dürftigen und steilen Weiden in Höhenlagen zwischen 800 - 2700 m.ü.M. Im Winter werden die Tiere für 2-3 Monate in Ställe genommen und mit etwas Heu und trockenen Blättern gefüttert.

Auffällig beim Ciuta ist die ziegenartige Behornung der weiblichen Tiere, die nur bei ursprünglichen Schafen auftritt (auch beim ausgestorbene Tavetscher Schaf). Zusammen mit dem Tavetscher im Bündner Oberland und dem Montafoner Schaf in Vorarlberg dürfte es ein direkter Abkömmling des Torfschafes sein. Interessant ist, dass alle drei Rassen - unabhängig voneinander - in der jeweiligen Lokalsprache "Tschüt" genannt werden.

Weibliche Ciuta wiegen nur 30-35 kg und haben eine Widerristhöhe von nur 40-45 cm, damit sind sie die kleinste Schafrasse des Alpenraumes. Die Wolle ist von minderer Qualität und die Produktivität gering. Dabei muss aber die absolute Anspruchslosigkeit und extrem extensive Haltung in Rechnung gestellt werden.

Ciuta 1983

Ciuta web1

Seit rund 30 Jahren versuchen die Bauern durch Einkreuzung von grossrahmigen Bergamasker Schafen, die Rasse "produktiver" zu machen. Dies ist kaum gelungen, aber die reinen Ciutas sind dabei fast verschwunden. Beim Alpabtrieb im Herbst 2013 konnten bei fast 500 Schafen nur gerade noch drei Dutzend einigermassen reine Ciutas identifiziert werden.

Mit Hilfe der lokalen Amtstierärztin war es Pro Patrimonio Montano möglich, 25 Tiere anzukaufen und damit vier Nukleuszuchten zu bilden. Ein weiterer Züchter beteiligte sich privat am Erhaltungsprogramm. Im Laufe des Winters wurden auch jene Bauern aufgesucht, die sich nicht an der Gemeinschaftsalp beteiligen. Aus den Ställen heraus konnten weitere zuchtwürdige Tiere angekauft und in neue Nukleuszuchten eingebracht werden.

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