Hintergrund des Engagements

Die geschichtliche Entwicklung der Menschheit ist geprägt durch seine Ernährung. In Zuchtarbeit über Jahrhunderte entstand eine Vielzahl von Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten, die sich an spezifische regionale Umweltbedingungen optimal anpassten. Es entstand eine vielfältige, den natürlichen Standorten angepasste Bodennutzung in Form von Ackerbau und Weidewirtschaft .

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In den Berggebieten mit ihren unterschiedlichen Landschaftskammern und erschwerten Produktionsbedingungen entwickelte sich eine ganz besondere Vielfalt an Rassen und Sorten, die sehr anspruchslos und robust sind. Sie sind besonders interessant, weil sie sich – im Gegensatz zu gängigen Zuchtlinien – an hochalpines Gelände, grosse Sonneneinstrahlung und kurze Vegetationszeiten angepasst haben. Berggebiete gelten deshalb auch als „sekundäre Genzentren“. Noch immer gilt im Alpenraum, dass in erster Linie robuste Tiere und Pflanzen wichtig sind. Um für trockene oder nasse, kalte oder warme Jahre gewappnet zu sein, ist eine grosse Vielfalt auch heute noch von Bedeutung. Nicht Höchstleistung zählt in den Bergen, sondern ein guter Durchschnittsertrag. Extensive Bewirtschaftung mit lokal angepassten Rassen ist zudem wichtig für Offenhaltung und nachhaltige Nutzung der Kulturlandschaften.

Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist in den Berggebieten spät angekommen. Dennoch ist in den vergangenen Jahrzehnten auch hier wertvolle Biodiversität verloren gegangen. Man wird wohl nie alles erhalten können. Aber PatriMont bemüht sich, wenigstens das Bemerkenswerteste für später zu sichern. Die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen ist ein wertvoller Beitrag, um die landschaftliche Vielfalt in den alpinen Berggebieten auch zukünftig zu garantieren und das kulturhistorische Erbe zu bewahren.

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