Geschichtliche Entwicklung

Mitte der 80er Jahre bildete sich die „ArGe alte Alpenrassen“, eine Arbeitsgemeinschaft engagierter Personen, die sich grenzüberschreitend (Österreich-Deutschland-Schweiz) um die Erhaltung gefährdeter Rassen im Alpenraum bemühte. Dieser Arbeitskreis traf sich ein- oder mehrmals jährlich bei den sogenannten „Bodensee-Treffen“, auch wenn diese mal in Tirol oder in Frankreich stattfanden.

In dieser ArGe wurde ein grosses Know-how aufgebaut, aus dem immer wieder erfolgreiche Initiativen hervorgingen. So die erste grenzüberschreitende Erfassung der "Landwirtschaftlichen Genressourcen der Alpen" (Risorse genetiche agricole delle Alpi). Eine Bestandesaufnahme mit Risiko-Analyse, die unter Obhut der ProSpecieRara ausgeführt und in einem 544 Seiten umfassenden Werk 1995 publiziert wurde. Aus dieser Studie und mit Hilfe der ArGe ging auch das 1995 gegründete "Monitoring Institute for Rare Breeds and Seeds in Europe" hervor, dessen Vorstand sich aus Mitgliedern der ArGe aus verschiedenen Ländern zusammen setzte. Dieses intensivierte die Studien über den Alpenraum und publizierte 2003 eine aktualisierte Fassung der vorerwähnten Studie (im Web unter URL: www.agrobiodiversity.net/alpinenet/pdf/Alp-Moni-dt.pdf). Im Rahmen der Arbeiten zur Studie "Risorse genetiche agrarie in Italia: Rischio die estinzione - Iniziative per la conservazione - Necessità di Intervento", publiziert 2002, entstand die italienische Organisation R.A.R.E. Die ArGe alte Alpenrassen hatte auch einen grossen Anteil bei der Gründung der europäischen Dachorganisation „SAVE Foundation“, stellte sie doch über die Bodensee-Treffen die Vision, die dazu nötige Logistik und die Erfahrung im grenzüberschreitenden Handeln zur Verfügung.

Mit der Entdeckung letzter schwarzer Alpenschweine im Frühjahr 2013 ergab sich ein unerwarteter Handlungsbedarf in Norditalien. Die SAVE Foundation beauftragte die ArGe mit einem Rettungsprojekt, in deren Folge auch ein in früheren Jahren erfolglos abgebrochenes Projekt zur Erhaltung der Ciuta-Schafe wieder aufgenommen wurde (diesmal erfolgreich). Diese Ausweitung und Intensivierung der Feldarbeit im italienischen Sprachgebiet durch Kurt Kusstatscher und Hape Grünenfelder führte zu einer stärkeren Strukturierung der ArGe und zum neuen Namen „Pro Patrimonio Montano" – Netzwerk zum Erhalt der genetischen Vielfalt der Bergwelt (abgekürzt „PatriMont“).

Heutiges Tätigkeitsfeld

Das heutige Tätigkeitsgebiet erstreckt sich über die ganzen zentralen und östlichen Alpen und umfasst die grenzüberschreitende Vernetzung diverser Projekte. Mit eigenem Zuchtbuch wird u.a. der Aufbau der neuen Überlebenspopulationen der Ciuta-Schafe und der schwarzen Alpenschweine vorangetrieben und züchterisch überwacht.

Auskunft über Tagesaktualitäten gibt die Facebook-Seite www.facebook.com/patrimonio.montano

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